Die Sieben Weltwunder der Antike – Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon
Jul 11th, 2011 | Category: Geschichte
Mit unserer Reihe “Die Sieben Weltwunder der Antike” möchten wir unsere Leser auf eine kleine Exkursion in die Geschichte einladen. In den nächsten Tagen und Wochen werdet ihr hier auf mach-dich-ab.de Texte über die sieben Weltwunder zu lesen bekommen. Einige von ihnen lassen sich auch heute noch bestaunen. Einigen von ihnen kann der kulturbegeisterte Urlauber auf die Fährte gehen. Viel Spaß also auf unserer kleinen Reise durch die Geschichte auf den Pfaden Herodots.
Die sieben Weltwunder der Antike üben bis heute eine gewaltige Faszination auf die Menschen auf. Einen festen Platz im Verzeichnis der antiken sieben Weltwunder haben die berühmten “hängenden Gärten der Semiramis”. Die hängenden Gärten von Babylon, wie sie heute genannt werden, lagen in der sagenumworbenen Stadt Babylon im Zweistromland, am Ufer des Flusses Euphrat. Es war ein Wunder, dass diese hängende Gärten in dieser kargen Gegend des heutigen Iran, das in der Antike unter dem Namen Mesepotamien bekannt war, entstehen konnten. Deshalb stellen auch diese Terrassenlandschaften eine solche Besonderheit dar.
Doch keiner weiß genau, wie die hängenden Gärten ausgesehen haben. Es existieren nur schriftliche Quellen von Schreibern, die selbst keine Augenzeugen des Weltwunders gewesen waren. Bereits um das Jahr 100 v. Chr. Müssen die Gärten schon größtenteils zerstört gewesen sein. Bei der Überlieferung sind allerdings mit Gewissheit zwei Fehler nachgewiesen worden.
Die hängende Gärten waren wohl eher Dachterrassen oder Terrassengärten. Die Erdschicht muss allerdings recht dick gewesen sein, denn aus den Überlieferungen ist bekannt, dass auch große Bäume angepflanzt wurden. Dank der raffinierten Bewässerungstechnik gehörten sie zu den Sieben Weltwundern der Antike.
Lange Zeit war man davon überzeugt, dass die hängenden Gärten von König Nebukadnezar für seine Gattin und Königin Semiramise – daher lässt sich auch der Name ableiten – etwa um 77 v.Chr. angelegt wurden. Heute geht man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass dieses Wunder der babylonische König Nebukadnezar II. als Geschenk für seine Gemahlin Amytis bauen ließ, als Ersatz für ihre grüne Heimat Persien. Nebukadnezar II. regierte in der Zeit von 605- 562 v.Chr. .Die hängende Gärten boten den Menschen Schatten und angenehme Kühlung in der sengenden Hitze der Wüste.
Das schillernde Handelsstadt Babylon wurde um das 539 v.Chr. von den Persern erobert. Archäologen haben einige Grundmauern von Babylon wieder freigelegt. Robert Koldewey grub einen Teil im Nordosten des Südpalastes aus, den er als die Überreste “der sieben Weltwunder – der hängenden Gärten von Semiramise” interpretierte. Da dies bis heute jedoch noch nicht eindeutig erwiesen ist, liegt über den hängenden Gärten von Babylon weiterhin etwas Mystisches.
Bildquelle: © Sabine Weiße – Fotolia.com
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