Freiwilligendienst im Ausland – die Welt erleben!
Okt 31st, 2011 | Category: Allgemeines
Die Erfahrungen, die man als junger Mann oder junge Frau nach der Schulzeit im Ausland gesammelt hat, beschränken sich meist auf gemeinsame Urlaube mit den Eltern. Viel bekommt man dabei von der Kultur, Sprache und Lebensart der Menschen nicht mit.
Nach der Schulzeit eröffnet sich jedoch jedem ehemaligen Schüler die Gelegenheit, sich in fremde Länder zu begeben und einzigartige Erfahrungen zu sammeln, innerlich zu wachsen und eine neue Sprache zu lernen.
Die Rede ist hierbei von einem Freiwilligendienst im Ausland. Es gibt verschiedene Formen, so einen Dienst zu absolvieren. Die gesetzliche Basis für diese Dienste ist im Zivildienstgesetz, im Jugendfreiwilligendienstgesetz und in anderen speziellen Gesetzen festgeschrieben.
Das FSJ im Ausland wird gesetzlich im „Gesetz zur Förderung eines Freiwilligen Sozialen Jahres“ geregelt. Junge Erwachsene können zwischen 6 und 18 Monate Auslandserfahrung sammeln, wobei die meisten Entsendeorganisationen Einsätze im europäischen Ausland anbieten. Eine Alternative ist auch das EFD Programm, welches Einsätze im Ausland in lokalen Projekten für junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren anbietet.
Der Andere Dienst im Ausland (ADiA) dauert mindestens 11 Monate bis hin zu 2 Jahren. Die Stellen haben einen verstärkten sozialen Charakter, welcher sich auch aus der Geschichte des ADiA ableiten lässt. Der Andere Dienst im Ausland war als Wiedergutmachung Deutschlands für den zweiten Weltkrieg angedacht. Der ADiA lässt sich auf allem Kontinenten ableisten, jedoch wird er verstärkt in den Gebieten angeboten, welche stark vom 2. Weltkrieg betroffen waren (Frankreich,Israel, Polen, etc.) Organisationen, die Freiwillige im Rahmen des ADiA entsenden, bieten häufig auch das „Weltwärts“ Programm an, bei welchem Helfer in Entwicklungsprojekten eingesetzt werden. Der Teilnehmer am Weltwärts Programm wird mit 580 € pro Monat durch das BMZ gefördert. Auch das Weltwärtsprogramm kann unter gewissen Voraussetzungen als Zivildienstersatz dienen.
Freiwilligendienste können nur über Trägerorganisationen organisiert und vermittelt. Diese halten den Kontakt zur Arbeitsstätte und bietet dem Freiwilligen darüber hinaus noch Seminare und andere Veranstaltungen an.
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